Sicherheit & Verantwortung • 10. Juli 2025

Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung

in der Kindertagespflege

Kinderschutz

Wenn du dein Kind in die Obhut einer Kindertagespflegeperson gibst, steht das Wohl deines Kindes an erster Stelle. Du vertraust darauf, dass es nicht nur liebevoll betreut und gefördert wird, sondern vor allem auch sicher ist. Doch was genau bedeutet Kinderschutz in diesem Kontext, und wie wird eine Kindeswohlgefährdung erkannt und abgewendet?

Was ist Kindeswohlgefährdung?

Bevor wir über den Schutz sprechen, ist es wichtig zu verstehen, was unter Kindeswohlgefährdung (im deutschen Sozialrecht §§ 8a und 1666 BGB) verstanden wird. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Gefahr für das körperliche, geistige oder seelische Wohl eines Kindes besteht und diese Gefahr nicht abgewendet werden kann. Dies kann sich in verschiedenen Formen zeigen:

Kinderschutz in der Kindertagespflege: Prävention ist der Schlüssel

Die Kindertagespflege spielt eine entscheidende Rolle im Kinderschutz. Nicht nur als potenzieller Ort, an dem eine Gefährdung erkannt werden kann, sondern vor allem als Schutzraum, in dem Prävention großgeschrieben wird.

1. Die Pflegeerlaubnis: Fundament des Vertrauens

Jede Tagespflegeperson benötigt eine Pflegeerlaubnis vom Jugendamt. Voraussetzungen dafür sind:

2. Der Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII

Der wohl wichtigste Aspekt ist der Schutzauftrag. Bei Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung muss die Tagespflegeperson handeln:

Was, wenn du als Elternteil Bedenken hast?

Auch du spielst eine wichtige Rolle. Wenn du Bedenken hast:

Fazit

Kinderschutz und die Abwendung von Kindeswohlgefährdung sind zentrale Aufgaben in der Kindertagespflege. Die gesetzlichen Vorgaben, die Qualifikation der Tagespflegepersonen und die klaren Handlungsleitlinien im Verdachtsfall bilden ein engmaschiges Schutznetz für dein Kind.

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