Der erste Abschied von Mama und Papa ist ein großer Schritt. Die Eingewöhnung ist eine emotionale Zeit, aber mit der richtigen Vorbereitung wird sie zu einem positiven Erlebnis für alle.
Warum ist die Eingewöhnung so wichtig?
Die Eingewöhnungsphase gibt deinem Kind die Zeit, die es braucht, um eine sichere Bindung zur Tagespflegeperson aufzubauen. Ohne diese Bindung fühlt sich ein Kind in der neuen Umgebung nicht sicher. Ein sanfter Start beugt Trennungsängsten vor.
Das Berliner Eingewöhnungsmodell
Wir orientieren uns am bewährten Berliner Modell. Das Wichtigste dabei: Du oder eine andere vertraute Person begleiten das Kind in den ersten Tagen.
Die Phasen:
- Grundphase (3-5 Tage): Du bist mit deinem Kind dort, bleibst aber passiv. Du bist der "sichere Hafen".
- Erster Trennungsversuch: Wenn das Kind Kontakt zur Tagesmutter sucht, verabschiedest du dich kurz (10-30 Min), bleibst aber in der Nähe.
- Stabilisierungsphase: Die Trennungszeiten werden langsam verlängert. Die Tagesmutter übernimmt Füttern und Wickeln.
- Schlussphase: Das Kind akzeptiert die Tagesmutter als Bezugsperson. Du bist nicht mehr anwesend, aber erreichbar.
Tipps für Eltern
- Zeit lassen: Plane 2-4 Wochen ein.
- Klarer Abschied: Ein kurzes, liebevolles Ritual hilft mehr als langes Zögern.
- Vertrauen: Deine positive Einstellung überträgt sich auf dein Kind. Vertrau der Erfahrung der Tagespflegeperson.
- Geduld: Rückschritte sind normal. Gib deinem Kind die Zeit, die es braucht.
Fazit
Eine gute Eingewöhnung ist das Fundament für eine tolle Zeit in der Kindertagespflege. Mit Geduld und Liebe schaffen wir das gemeinsam!